Außer-Haus-Mahlzeiten, Mitnahmegerichte und Lieferessen sind in vielen westlichen Gesellschaften deutlich häufiger geworden. Ihre ernährungsphysiologische Qualität unterscheidet sich im Durchschnitt von Mahlzeiten, die überwiegend zu Hause gekocht werden.
Was Vergleichsstudien zeigen
Beobachtungsstudien bringen häufigeres Kochen zu Hause mit einer insgesamt geringeren Aufnahme von Kalorien, gesättigten Fettsäuren und Natrium sowie einer höheren Aufnahme von Ballaststoffen und Mikronährstoffen in Verbindung. Das heißt nicht, dass jede Mahlzeit außer Haus schlechter ist; entscheidend ist unter anderem die Kontrolle über Zutaten und Portionen.
Kontrolle über Zutaten
Zu Hause lässt sich selbst bestimmen, wie viel Salz, Zucker und Öl verwendet wird. In der Gastronomie werden diese Zutaten teils großzügiger eingesetzt, um Geschmack und Kosten zu beeinflussen. Untersuchungen fanden in Restaurantgerichten häufig mehr Natrium und Fett, als Verbraucher erwartet hatten.
Die Portionsgröße
Portionen in Restaurants, besonders in Fast-Food- und zwanglosen Lokalen, sind oft größer als zu Hause zubereitete Portionen. Der erforschte „Portion-Size-Effekt“ beschreibt, dass Menschen einen erheblichen Teil der servierten Menge essen, unabhängig vom tatsächlichen Energiebedarf.
Außer-Haus-Essen ist nicht immer gleich
Die Qualität hängt stark vom Restaurant ab. Ein Betrieb mit frischen, wenig verarbeiteten Zutaten kommt einer selbst gekochten Mahlzeit meist näher als eine Kette mit standardisierten Produkten. Eine kurze Karte, frisch zubereitete Gerichte und erkennbare Zutaten können bei der Auswahl helfen.