Mehr Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Fleisch, Fisch und Eier in wenig verarbeiteter Form zu essen, ist mehr als ein Ernährungstrend. Die Forschung der vergangenen zwanzig Jahre liefert recht einheitliche Hinweise auf praktische Vorteile.
Höhere Nährstoffdichte
Vollwertige Lebensmittel liefern bei gleicher Kalorienmenge meist mehr Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und bioaktive Stoffe wie Polyphenole und Antioxidantien als raffinierte oder stark verarbeitete Produkte. Vollkorn enthält Kleie und Keim mit einem Großteil der Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralstoffe, die beim Raffinieren entfernt werden.
Sättigung und Gewichtsmanagement
Ballaststoffe und die intakte Struktur vollwertiger Lebensmittel verlangsamen die Verdauung und fördern die Sättigung. Raffinierte und stark verarbeitete Produkte sind oft energiedichter und schneller gegessen. Das kann erklären, warum Beobachtungsstudien eine vollwertige Ernährung mit besserem langfristigem Gewichtsmanagement verbinden.
Wirkung auf den Blutzucker
Vollwertige Lebensmittel haben meist einen niedrigeren glykämischen Index als raffinierte Varianten. Ballaststoffe und Zellstruktur verlangsamen die Zuckeraufnahme und verringern Blutzuckerspitzen nach dem Essen. Epidemiologische Studien bringen regelmäßigen Vollkornverzehr mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes in Verbindung.
Herz-Kreislauf-Gesundheit
Lösliche Ballaststoffe aus Hülsenfrüchten, Hafer und Gemüse tragen zur Senkung des LDL-Cholesterins bei. Ungesättigte Fette aus Nüssen, Samen, Fisch und Olivenöl sind mit einem günstigeren Herz-Kreislauf-Profil verbunden. Ernährungsweisen wie die traditionelle mediterrane Kost gehören zu den am besten untersuchten Mustern zur Senkung des Risikos.